Informationen zu Gemeinde und Corona


Liebe Freunde und Mitglieder der FeG Uedem,

am 24. April 2020 hat uns Rainer Weber, Bürgermeister von Uedem, informiert, dass ab 1.Mai 2020 Veranstaltungen religiösen Lebens unter Einhaltung entsprechender Abstands-und Hygieneregeln wieder abgehalten werden dürfen.

Nach den vielen Wochen ohne gemeinsame Gottesdienste und anderen gemeindlichen Veranstaltungen ist das eine große Freude. Viele von Euch haben es vermisst, Gott gemeinsam zu begegnen oder einander zu treffen.

Dennoch ist dieser Neustart in das Gemeindeleben nicht ohne Herausforderungen und sicher sehen nicht wenige von Euch das auch mit gemischten Gefühlen: Ist das sicher? Muss ich Angst haben, mich im gemeindlichen Umfeld anzustecken?

Aufgrund der hohen Zahl unerkannt abgelaufener Infektionen und der langen Inkubationszeit müssen wir damit rechnen, Menschen, die ansteckend sind, zu begegnen, sobald wir das geschützte häusliche Umfeld verlassen: im Supermarkt, beim Arzt, beim Gespräch mit dem Nachbarn. Das ist auch so, wenn wir uns innerhalb unserer Gemeinde, der FeG Uedem, begegnen.

Wichtig ist, dass sich alle an die notwendigen Hygieneempfehlungen halten, damit es nicht zu einer Übertragung von Krankheitserregern im Rahmen unseres Gemeindelebens kommt.

Es gibt eine Vielzahl von Empfehlungen und Veröffentlichungen, unter welchen Umständen die Begegnung zwischen Menschen stattfinden kann und wie eine Krankheitsübertragung dabei verhindert werden kann.

In der FeG Uedem haben wir, entsprechend der Empfehlungen des Bundesministerium für Arbeit, einen Corona Koordinationsstab (CoKo) gegründet. Dieser soll künftig alle notwendigen Maßnahmen in Zusammenhang mit dieser Infektionskrankheit koordinieren und steuern: Dr.med. Ute Feldmann-Werner (Fachärztin für Innere Medizin), Dr. med. Gerhard Werner (Facharzt für Lungenheilkunde), Christoph Krause, Gerwin Weber und ich selbst (Facharzt für Augenheilkunde) sind Mitglieder dieses CoKo. Am Freitag den 01. Mai haben wir in einer mehrstündigen Sitzung gemeinsam ein umfangreiches Konzept zusammengestellt, in dem wir aufgrund der Empfehlungen der entsprechenden Behörden und Fachgesellschaften einerseits und unserer langjährigen Erfahrung bei der Leitung der FeG Uedem andererseits, festgelegt haben, wie wir in den nächsten Monaten unser Gemeindeleben gestalten können.

Um es vorwegzunehmen: Wir freuen uns, Euch wieder in der FeG Uedem persönlich begrüßen zu können und: wir sind der Meinung – das ist sicher!

Starten wollen wir am Sonntag, den 10.Mai 2020 um 11.00 Uhr (!) mit einem ersten Open-Air Gottesdienst in der Arena der FeG Uedem. Wenn wir das erste Mal wieder gemeinsam Gottesdienst feiern, tun wir das in dem Bewusstsein, dass wir Erfahrungen sammeln müssen, wie viele Menschen kommen werden, wie sich diese verhalten, wie unsere Nachbarn reagieren. Wir möchten Euch bitten, Euch zurückhaltend und vorsichtig zu verhalten – insbesondere bei der Anfahrt/Abfahrt auf dem Parkplatz: dort wo Begegnung unter den Augen der Öffentlichkeit stattfindet.

Was künftig zu beachten ist, findet Ihr in der folgenden Aufstellung – dem Corona ABC der FeG Uedem:

Abstand: 1,5m Abstand ist bei allen Begegnungen einzuhalten (Ausnahme: Menschen, die gemeinsam mit Dir in einem Haushalt leben). Kann dieser Abstand nicht eingehalten werden, muss von allen Beteiligten ein Mundschutz getragen werden.

Bei wem soll ich mich melden, wenn ich Fragen zum Thema habe? Bei einem der Mitglieder des Corona Koordinationsstabes: Ute Feldmann-Werner, Gerhard Werner, Christoph Krause, Gerwin Weber oder Stephan Irle

Ca. wie lange werden diese Regeln wohl gelten? Das weiß keiner so genau. Wir werden uns an den Vorgaben der Fachgesellschaften und Aufsichtsbehörden orientieren. Möglicherweise könnten diese Regeln aber bis in das Jahr 2021 hinein Bestand haben.

DiY: das ist die Abkürzung für Do-it-Yourself-Masken: also selbstgefertigter Mundschutz. Einen solchen Mundschutz oder einen medizinischen Mund-Nasen-Schutz (MNS= OP-Maske) müsst Ihr künftig dabei haben, wenn Ihr Gelände oder Gebäude der FeG Uedem betretet: Wird der Sicherheitsabstand von 1,5m unterschritten, dann soll dieser Mundschutz unaufgefordert aufgesetzt werden. Bereiche, die eine besondere Aufmerksamkeit erfordern, sind: Ein-/Ausgänge, WC-Bereiche, Garderobe, persönliche Begegnung im freien Raum.

Essen/Trinken: ist künftig wieder möglich unter Beachtung besonderer Hygienevorgaben: alle Mitarbeiter im Kaffeebarteam benötigen eine gesonderte Einweisung (MNS, Handdesinfektion). Kaltgetränke zunächst nur aus Einzelflaschen ohne Trinkglas. Heißgetränke aus Einwegbechern (eigene Kaffeetasse gerne mitbringen). Zubereitung ausgewählter Essensangebote nach Rücksprache möglich. Für größere Veranstaltungen nur über externe Firmen (Caterer).

Ffp2-Filter: Sind eine Möglichkeit für Menschen aus Risikogruppen, wenn ein besonderer Schutz gewünscht ist. Das Atmen durch Masken mit FFP2 Filter fällt schwerer als gewohnt. Wenn diese Filter verwendet werden, dann bitte nur ohne Ventil (Fremdschutz).

Gottesdienste / Gruppen: finden ab sofort wieder statt. Alle Gruppenleiter müssen sich vor dem Neustart mit Gerwin Weber in Verbindung setzen. Er koordiniert die Raumbelegung. Der jeweilige Gruppenleiter erhält eine gesonderte Hygienebelehrung. Gottesdienste werden wir bis ca. Ende September als Open-Air Gottesdienste in der Arena feiern. Beginn jeweils um 11.00 Uhr. Ihr benötigt einen eigene(n) Stuhl/Sitzgelegenheit (bitte jeweils mitbringen), wetterfeste und warme Kleidung (Wind), ggf. einen Regenschirm. Sollte es erhebliche Niederschläge geben, kann der Gottesdienst ggf. verschoben werden (z.B. 12.00 Uhr) oder ggf. ganz ausfallen. Bitte achtet besonders in der ersten Zeit darauf, dass Ihr beim Ankommen und nach dem Gottesdienst 1,5m Abstand auch in persönlichen Gesprächen einhaltet: dafür sollte auf der großen Berghofwiese reichlich Platz sein. In der Arena werdet Ihr Markierungen für Eure Stühle vorfinden. Menschen, die in einem Haushalt leben, dürfen gerne zusammensitzen.

Hygiene: Nies- /Hustenetikette und regelmäßiges Händewaschen sind wichtige vorbeugende Maßnahmen. Auf den Toiletten findet Ihr ausreichend Seife und Einmalhandtücher, damit Ihr Euch gründlich die Hände waschen könnt. Tut dies bitte auch vor und nach dem Besuch von Gemeindeveranstaltungen im Anschluss zuhause. Nach jeder Gemeindeveranstaltung werden die benutzten Oberflächen gereinigt. Diese Reinigung wird dokumentiert.

Infektionen: Sollten Ihr an Euch oder Personen, die mit Euch in häuslicher Gemeinschaft leben, Anzeichen von Erkältungskrankheiten bemerken, könnt Ihr leider nicht an Veranstaltungen der FeG Uedem teilnehmen (Allergien ausgenommen). Ihr habt dann die Möglichkeit den Gottesdienst ab Anfang der Folgewoche als Stream im Internet mitzuerleben. Sollte ein Corona- positives Testergebnis bei Dir oder einem Familienangehörigen festgestellt werden, dann informiere bitte ein Mitglied des CoKo der FeG Uedem.

Ja, wir lieben es nicht, uns gegenseitig zu ermahnen, wenn mal eine der Regeln nicht eingehalten wird. Aber es ist wichtig, dass wir uns gegenseitig auf liebevolle Art korrigieren, wenn wir offensichtliches Fehlverhalten wahrnehmen.

Kinder sind uns herzlich willkommen. Wir werden versuchen, die Veranstaltungen für Kinder ab dem Grundschulalter wieder zu starten, sobald die Konzepte stehen. Diese Altersgrenze haben wir gewählt, weil die Kinder bereits in ihrem gewohnten Umfeld (Schule) erlernen, wie sie sich in Gruppen verhalten sollten, ohne Andere zu gefährden.

Leider können wir Kinder unterhalb des Grundschulalters nicht beaufsichtigen. Kleinkinder benötigen körperliche Nähe zu Bezugspersonen. Aktuell können wir nicht gewährleisten, eine kindgerechte Betreuung anzubieten und gleichzeitig die erforderlichen Hygieneregeln zu beachten. Wir bitten die Eltern, die Betreuung der Kinder selbstständig zu organisieren.

Mitarbeiter: Mitarbeiter sind uns herzlich willkommen. Gemeindearbeit kann nur durch viele helfende Hände organisiert werden. Falls Du Zeit und Lust hast mitzuarbeiten, melde Dich gerne bei uns. Bist Du bereits Mitarbeiter, aber hast Sorge um Deine persönliche Gesundheit, weil Du vielleicht in besonderem Maße gefährdet bist (oder Du hast einfach Angst), dann sprich uns bitte an. Natürlich kannst Du auch mit Deiner Mitarbeit pausieren – oder wir finden einen anderen Arbeitsbereich, an dem Du in der aktuellen Zeit besser aufgehoben bist.

Nein: ein NEIN ist ein NEIN. Falls wir Dir aus Überlegungen des Infektionsschutzes oder der Hygiene eine Anfrage oder einen Wunsch verwehren müssen, sei uns bitte nicht böse. Wir lieben die Freiheit und sagen lieber ja als nein. Aber wir haben Verantwortung für die gesamte Gemeinde – und: bitte verzeihe uns, wenn auch wir Fehler machen in einer Zeit, wo so viele Entscheidungen getroffen werden müssen.

Opa/Oma/Risikogruppen: es gibt keine eindeutige Definition, wer ab welchem Alter besonders gefährdet ist. Wir meinen, dass der Besuch von Gemeindeveranstaltungen auch sicher ist, wenn Ihr Euch selbst als ein Mensch mit einem erhöhten Risikoprofil einstuft. Es ist denkbar, das Tragen eines Mundschutzes (DIY) großzügiger zu handhaben. Auch das Tragen eines FFP2 Filters (bitte nur ohne Ventil) ist denkbar, obwohl wir das nicht grundsätzlich empfehlen würden.

Private Veranstaltungen sind erst dann wieder möglich, wenn es eine offizielle Genehmigung gibt, sich wieder im privaten Rahmen mit mehreren Personen zu treffen. Absprachen diesbezüglich, wie immer, mit Gerwin Weber.

Quatsch machen kann richtig gut tun: Laut lachen, rumrennen, sich foppen, Spaß haben…Leider ist das momentan im Umfeld der FeG Uedem schwierig. Außenstehende könnten Anstoß daran nehmen, wenn der Eindruck entstünde, wir würden unsere Freiheiten als Kirchengemeinde missbrauchen und damit die allgemeinen Regelungen unterlaufen. Bitte habt dafür Verständnis, solange die Kontaktregeln uns für zwischenmenschliche Begegnungen so enge Vorgaben machen.

Raumnutzung: wir können fast alle Räume der FeG Uedem wieder benutzen, aber etwas anders als vorher: weniger Menschen pro Raum, größere Abstände, andere Bestuhlung. Entsprechende Infos hängen wir in den jeweiligen Räumen aus oder bringen Markierungen an. Im Zweifelsfall ist Gerwin Weber der Ansprechpartner. Beim ihm solltet Ihr Euch auch melden, wenn Ihr als Gruppenleiter wieder beginnen wollt Euch mit Eurer Gruppe im Gemeindehaus zu treffen.

Sauberkeit ist ein wichtiges Thema, um zu verhindern, dass Erreger/Viren auf unbelebten Oberflächen verbleiben und andere Menschen anstecken. Die Grundreinigung der Räume erfolgt weiter wie bisher. Wenn das Gemeindehaus von Gruppen genutzt wird, obliegt es jeder Gruppe, die benutzten Oberflächen vor dem Verlassen des Gemeindehauses zu säubern (nach jeder Nutzung!!). Diese Reinigung muss dokumentiert werden. Entsprechende Infos bekommt Ihr von Gerwin.

Toiletten, die kleinsten Räume im Gemeindehaus. Die Nutzung ist bis auf weiteres nur noch für eine Person gestattet. Alle, die warten, sollen dies mit entsprechendem Abstand vor dem WC tun. Um Engpässe im Gemeindehaus zu vermeiden, wird das Behinderten-WC als Unisex-Toilette zusätzlich geöffnet. Bei den Open-Air Gottesdiensten bitten wir Euch, ausschließlich die Toiletten im Erdgeschoss des Berghof – Neubaus zu verwenden.

Unterstützung können wir gut gebrauchen: Besonders bei den Gottesdiensten zum Auf-und Abbau, als Ordner und als eifrige Beter: bitte betet mit, dass Gott unsere Bemühungen segnet, Gottesdienste zu seiner Ehre unter freiem Himmel zu feiern. Um gute Abläufe, um Bewahrung vor Krankheit, um Akzeptanz und Wohlwollen bei Nachbarn und Mitbürgern, dass Gottes Heiliger Geist die Herzen der Menschen erreicht.

Vermietung: Religiöse Veranstaltungen anderer Gemeinden sind nur nach Absprache in einem engen Rahmen möglich. Zeltlager anderer Gemeinden, wenn es dazu eine Genehmigung gibt.

Waschen der Hände steht in dieser Auflistung zweimal: sollen wir ja häufig machen und insbesondere bevor wir in die FeG fahren und auch, wenn wir wieder heimkommen.

X-fach werdet Ihr in diesen Tagen informiert mit Informationen und Anweisungen zu Themen, die Ihr mittlerweile so gut kennt, dass sie Euch quasi aus den Ohren kommen. Geht uns allen genauso. Wichtiger als das Kommunizieren von Regeln ist uns, dass wir unser Verhalten modifizieren. Das ist gar nicht so einfach. Und das Wiederholen von Informationen hat eben Potential unsere Lernprozesse zu unterstützen.

Young people – Jugendliche in der Gemeinde: Euch Jugendlichen möchten wir ganz besonders Respekt zollen. Ihr habt in ganz besonderem Maße die Lasten der Kontaktsperre mitgetragen. Ihr seid bis heute, mehr als die meisten Erwachsenen, eingeschränkt, weil die Schulen immer noch nicht durchgängig geöffnet haben. Abstand zu halten widerspricht Eurem Lebensgefühl zutiefst. Und trotzdem habt Ihr Euch ohne viel Murren eingeschränkt, aus Solidarität mit denen, die von den Auswirkungen der Corona-Erkrankung besonders betroffen wären. An dieser Stelle ein ganz besonderes Dankeschön an Euch. Wir wissen sehr zu schätzen, dass Ihr Euch so einschränkt.

Z der letzte Buchstabe im Alphabet ist im Griechischen das Ω (Omega). „Ich bin das Alpha und das Omega, der Erste und der Letzte, der Anfang und das Ende.“ Off. 22,13. Es ist gut, wenn nicht wir Menschen das letzte Wort haben. Gott hat das letzte Wort. Wir bilden uns nicht ein, dass wir in dieser Situation allein durch menschliche Weisheit bestehen können. Lasst uns gemeinsam dafür vor Gott eintreten, dass er uns in dieser anspruchsvollen Zeit segnet. Unsere Gemeinde, unser Zeugnis, uns als Individuen und auch unser Bemühen als Gemeinde unbeschadet durch diese Zeiten zu gehen und in allem Ihm dabei die Ehre geben.

Seid bewahrt und behütet,
für den Corona-Koordinationsstab (CoKo) der FeG Uedem,

Euer Stephan
Kontakt:
Dr. med. Stephan Irle, s-irle@t-online.de, 0170 4100177